Pfarrvikarie Heilig Kreuz Biederitz

Hl. Kreuz Biederitz
Hl. Kreuz

Für die katholische Pfarrvikarie Heilig Kreuz in Biederitz gilt der Satz: „Sie hat eine lange Tradi- tion und eine kurze Geschichte". Der heutige Ort Biederitz gehörte bis ins 17. Jahrhundert zur Stadt Magdeburg und besaß mit Sicherheit eine eigene Burg. Zu dieser Burg gehörte mit der gleichen Gewissheit auch eine Kapelle und somit eine Seelsor- gestelle. Urkundlich erwähnt wird die Schenkung von Besitzungen und Zehnten durch König Otto I, an die Mönche des Moritz- klosters, darunter auch der Zehnt der Pfarrei Biederitz. Als Norbert von Xanten, der Gründer der Prämonstratenser-Chorherren, 1126 Erzbischof von Magdeburg wurde, gründete er zahlreiche Klöster in seinem Bistum. Unter anderem wurde 1129 das Stift Unser Lieben Frauen in ein Prämonstratenserkloster umgewandelt. Zu diesem Kloster gehörte wohl schon seit 1016 das Kollegialstift Woltersdorf und die Pfarrei „St. Pankratius" in Körbelitz. Später folgten die Pfarrei Wörmlitz, die Pfarrei Königsborn, Gerwisch und Lostau.
Mit der Reformation vollzog sich ein tief greifender Wandel, denn der Wechsel der Konfession führte zur Auflösung der katholischen Gemeinden im heutigen Gebiet der Kirchengemeinde Biederitz bzw. zur Umwandlung in evangelische Gemeinden.
Erst mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts entsteht hier wieder eine katholische Kirchengemeinde. So wurden im Jahr 1905 drei katholische Familien erwähnt. Eine Wende brachte die Industrialisierung. Zwischen 1914 und 1918 siedelten sich auf dem heutigen Pfarrgebiet Biederitz eine größere Zahl katholischer Christen aus Schlesien an, die in der Konservenfabrik Gerwisch bzw. in der Ziegelei in Heyrothsberge Arbeit fanden. 1939 begann wieder eine kontinuierliche Seelsorge. Durch die Zuwanderung nach dem II. Weltkrieg aus den Ostgebieten, gab es 1946 wieder 1.134 katholische Christen im Pfarrgebiet. 1965 wird die katholische Kirchengemeinde, die bis dahin Kuratie war, zur Pfarrvikarie erhoben und der Pfarrei St Andreas in Magdeburg-Cracau zugeordnet. Zum Pfarrgebiet gehören heute die Dörfer Biederitz, Gerwisch, Klein Gübs, Königsborn, Körbelitz, Woltersdorf und Wörmlitz. Der Ort Lostau wurde der Pfarrvikarie Biederitz im Jahr 2000 zugeordnet und als neuester Zugang ist am 1. Juni 2007 Gübs zu verzeichnen. Heute leben ca. 500 katholische Christen im Pfarrgebiet der Kirchengemeinde.

Die Seelsorger seit 1939:

1939 bis 1946 P. Albert O.Cist., Zisterzienserkonvent von St. Agnes Magdeburg
1947 Pfr. Rieger
1947 bis 1959 Pfr. Cletus Gruse
1959 bis 1978 Pfr. Eugen Gedigk
1978 bis 1996 Diakon Wolfgang Eckart
1996 P. Altfried OPraem
seit 1996 Chorherren des Prämonstratenserkonvents Magdeburg